Montag, 13. Mai 2013

[Rezension] Veronica Rossi: Gebannt - Unter fremden Himmel

Titel: Gebannt

Autor: Veronica Rossi
Preis: 17,95 € (Hardcover)
Seitenzahl: 432
Verlag: Oetinger
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Inhalt

Die junge Aria lebt in einer scheinbar perfekten Welt. Sie lebt in einer abgeschotteten Biosphäre, fernab der Wildnis. Via technischer Spielereien können verschiedene Realitäten erreicht werden. Man besucht somit nicht eine Oper, sondern die erschaffene Realität der Oper.
Perry hingegen lebt in der rauen Wildnis fernab dieser luxuriösen Welt. Er kämpft täglich um das Überleben.

So perfekt, wie Arias Welt nach Außen hin scheinen mag, ist sie doch nicht. Ihre Mutter, die sich derzeit in einer anderen Biosphäre aufhält, ist nicht mehr erreichbar. Zudem droht Aria nach einem Vorfall die Verbannung. Es kommt, wie es kommen musste: Aria trifft während ihrer Verbannung auf Perry. Gemeinsam machen sich die beiden los: Aria will zurück in die Heimat und ihre Mutter suchen; Perry braucht Aria um Talon, seinen Neffen, wiederzufinden.

Wie hat's mir gefallen

Wiedermal ein Buch das aus zwei Perspektiven geschrieben ist. Unterschiedlicher könnten diese nicht sein. Beide haben Ecken und Kanten, gehen Probleme sehr unterschiedlich an und doch bahnt sich schon frühzeitig etwas zwischen den beiden an. Erst unterschwellig verbindet die beiden etwas, doch nach und nach merken sie selbst, was sie aneinander finden.

Sehr schön - ich mag es, wenn es in Fantasiebüchern noch eine kleine Liebesstory gibt. Die Liebesgeschichte von Perry und Aria ist nicht vordergründlich, sondern begleitet die Geschichte im Hintergrund und wirkt somit nicht dominierend. Sehr schön, wie die Autorin das immer wieder nebenbei einbindet.
Man kann förmlich das Knistern zwischen den beiden fühlen - selbst als sie sich scheinbar noch nicht leiden können. Ich habe beim lesen so oft darauf gewartet, dass sich die Protagonisten eingestehen, dass sie doch etwas am anderen finden. Doch Aria war anfangs zu unbedarft und Perry zu stolz.

Dystopische Bücher sprießen gerade wie Pilze im Wald, somit ist die Grundidee nichts Neues, aber die herangehensweise ist erfrischend. Die Welt mit den geschützten Biosphären (ich habe es mir immer als Kuppeln vorgestellt) steht im krassen Gegenteil zur Wildnis, in der Perry lebt.
Man erlebt mit, wie der wilde Perry auf die teilweise sehr unbedarfte Aria trifft. So kennt das junge Mädchen noch nicht einmal die Symptome der Mentruation und denkt, sie muss verbluten.
Perry hingegen scheint aufbrausend und grob. Doch dann beschreibt die Autorin, wie liebevoll er sich um seinen Neffen Talon sorgt und wie rührend er sich später um Aria kümmert. Somit wird wieder einmal klar: nichts ist schwarz/weiß und jeder hat irgendwo einen weichen Kern.
Die Figuren sind wirklich sehr rund und realitätsnah.

Ansonsten liest sich das Buch schnell, denn der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man ist durchweg sehr neugierig, wie es wohl ausgehen wird: wird Perry Talon befreien können? Wird Aria ihre Mutter finden? Diese und weitere Fragen fesseln den Leser regelrecht an das Buch und man hat das Bedürfnis, sofort den zweiten Band zur Hand zu nehmen.

Cover

Das Cover ist eher dunkel, wirkt aber dadurch nicht düster, sondern eher mysteriös. Ich mag besonders den Schriftzug mit dem Bild auf der Frontseite.

Wieso gekauft?

Tja, ich steh eben auf Dystopien und da durfte diese nicht fehlen. Hier gefiel mir auch sehr das Cover und der Umschlagstext.

Wichtig zu wissen
"
Gebannt" ist Teil 1 der Triologie. Band 2 ("Getrieben") ist im Mai 2013 auf Deutsch erschienen. Band 3 ("Geborgen") erscheint voraussichtlich im März 2014.


Fazit

Super Auftakt der Triologie. Ich bin ehrlich gesagt hin und weg und kann jedem Dystopiefan, der ein bisschen was fürs Herz dazu will, diese Reihe nur wärmstens empfehlen. Sieht auch im Regal super aus ;).

Bewertung: 5/5

 

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