Samstag, 10. Mai 2014

[Rezension] Heller als ein Stern

 

Titel: Heller als ein Stern

 

Autor: Celia Bryce
Preis: 12,99 € (Hardcover)
eBook: 10,99 €
Seitenzahl: 224
Verlag: Bloomoon









Inhalt
Megan stehen schwierige Tage und Wochen auf der Krebsstation bevor. Noch hat sie die Hoffnung, dass ihre Familie und ihre Freunde ihr immer beistehen werden, doch schnell merkt sie, dass der Krebs so einiges verändert hat. Abgekapselt von der Außenwelt trifft sie auf der Station Jackson, der scheinbar jede Regel ablehnt und absolut lebenfroh ist. Auch wenn Megan Jackson erst aus dem Weg gehen will, muss sie sich selbst eingestehen, dass sich zwischen den beiden jungen Menschen ein zartes Band entwickelte, welches auch den Krebs überstehen kann.

Wie hat's mir gefallen
Ehrlich gesagt fiel mir der Einstieg in die Geschichte um das krebskranke Mädchen Megan gar nicht so leicht, denn die Autorin entscheidet sich für: Weniger ist Mehr. Es gibt wenig Hintergrundinformationen, wenig drumrum und somit fiel mir der Zugang zur Handlung extrem schwierig. Megan hat Krebs, will weder auf der Kinderstation sein noch Kontakt zu dem lebensfrohen Jackson haben. Sie lehnt alles ab, doch die Isolation des Krankenhauses bringt sie immer näher an Jackson heran.

Megan ist mit ihren 14 Jahren doch noch sehr schwierig. Sie kapselt sich ab und reagiert in meinen Augen oft nicht altersgerecht, andererseits muss sie mit einer schwierigen Krankheit klarkommen und somit hab ich es ihr nicht wirklich krumm genommen. Im Gegensatz dazu steht Jackson, der sich viel Zeit mit den anderen Kindern nimmt, mit ihnen spielt und sie aufheitert. Er hat das gesamte Personal auf der Station um seinen Finger gewickelt, sodass er gewisse Privilegien hat.

Mit dem Schreibstil und der Art des Buches kam ich anfangs nicht so klar, denn oft werden ganze Abschnitte übersprungen, Wochen ausgeblendet und nur die Zeit im Krankenhaus scheinen zu zählen. Doch hat man sich erst einmal an den Stil gewöhnt, so lernt man jedes Wort zu schätzen und ganz genau zwischen den Zeilen zu lesen. Jede Geschichte, jede Metapher und wirklich jede noch so klein scheinende Nebenhandlung hat hier Gewicht und das hat mir schlussendlich wirklich gefallen. Gerade die Metapher des Geisterkaters, der für so viel mehr steht als für verstorbene Katzen, hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen.

So traurig und emotional das Ende war, es hat mich leider nicht vollends gepackt. Durch das Spoilerbild auf dem Cover war ich von Anfang an für das Finale gewappnet und es schien mir alles in allem trotz des guten Schreibstils an allen Ecken und Enden zu kurz. Weniger ist eben doch nicht immer Mehr.

Alles in allem ist es definitiv kein schlechtes Buch, nur leider wurde hier bei der Umsetzung, besonders in Bezug auf Länge und Coverbild, zu viel Potential verschenkt. Solche ein bewegendes Thema sollte dem Leser wesentlich mehr unter die Haut gehen, als es bei mir nach dem Lesen der Fall war.

Cover/Buchgestaltung

Das Buch ist im Hardcoverformat zwar sehr hübsch, aber für meinen Geschmack verrät das Coverbild zu viel vom Inhalt.

Gut zu wissen

Das Buch ist abgeschlossen. Einerseits eignet es sich aufgrund der Kürze auch für jüngere Leser, andererseits sollte man sein Kind nicht mit diesem Buch alleine lassen. Es bietet allerdings viel Stoff für Gespräche.

Für Fans von

* Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green

Fazit
 

Auch wenn Megan wenig überzeugt, holt Jackson viel aus der Handlung heraus, denn er versprüht Freude, Emotionen und Lebensfreude wie kaum ein Charakter in solch einer Lage. Dennoch merkt man dem Buch stets die 224 Seiten an, die einfach immer und überall zu wenig sind. Hier wurde leider zu viel Potential auf dem Weg zum Ende verschenkt. Schade.

Bewertung 3/5



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