Montag, 30. Juni 2014

[Rezension] Sommerwind von Gabriella Engelmann




Sommerwind

 

Autor: Gabriella Engelmann
Preis: 8,99 € (Taschenbuch)
eBook: 4,99 €
Seitenzahl: 432
Verlag: Knaur
Mehr Infos: hier








Inhalt
Auf der Suche nach einem Koffer für ihre große Reise nach Föhr, findet die Hamburgerin Felicitas geheimnisvolle und romantische Briefe von A. an Zugvogel. Kurzerhand steckt sie die Briefe ein und will später ihrem Geheimnis auf den Grund gehen.

Auf Föhr macht Felicitas nicht nur mit der lebenshungrigen Leevke Bekanntschaft, sondern auch mit den beiden Brüdern Niklas und Frederick. Gerade der zurückhaltende Frederick hat es ihr angetan, doch seine abweisende Art und Felicitas Vergangenheit machen es den Beiden nicht leicht.

Wie hat's mir gefallen
Gabriella Engelmann schafft es wieder einmal mich auf eine Insel zu entführen, die ich noch gar nicht kannte. Ich hatte bei jeder Seite Fernweh nach Föhr und wäre am liebsten sofort gefahren.

Felicitas lebt eigentlich in Hamburg und kommt wegen ihrem Beruf als Regieassistentin nach Föhr. Ihre Zeit auf der Insel ist begrenzt, doch schon schnell macht sie lebensverändernde Bekanntschaften vor Ort. Gerade die freundliche Leevke, die einen eigenen Laden besitzt, gibt ihr Halt in einer Zeit des Umbruchs. Mir persönlich hat die Freundschaft zwischen den beiden Frauen sehr sehr gut gefallen.

Wie konnte es anders passieren: Felicitas trifft auf den zurückhaltenden und (anfangs) brummeligen Frederick. Auch wenn er Interesse an der jungen Frau zu haben scheint, so zieht er sich doch in seinen Panzer zurück. Stück für Stück nähern sich die Beiden an. Gerade dieser vorsichtige Weg hin zu einer verletzbaren Liebe hat mir sehr gut gefallen. Nichts ist zu stürmisch, es gibt Zweifel, es gibt Alltagsprobleme und gerade deswegen wirkt alles so authentisch. Diese Geschichte könnte sich wirklich genauso zugetragen haben und das gefällt mir so gut.

Für meinen Geschmack hätten die geheimnisvollen Briefe noch eine größere Rolle haben können, aber gerade gegen Ende waren sie gut eingebunden und alles machte einen Sinn. Auch wenn der Leser sicher immer eine Ahnung hatte, wer A. ist, so fand ich die Aufklärung ganz herzallerliebst und wer hätte gedacht, das Zugvogel so eng mit Felicitas verbunden ist. Zudem sind die Briefe sehr poetisch und gehen einem direkt ans Herz. Ich habe die Briefe oft mehrfach gelesen und mir gewünscht, dass ich auch mal so schöne handschriftliche Zeilen von einem Mann bekommen werde. Da kommt man richtig ins schwärmen!

Kleiner Wermutstropfen: es erinnert vom Grundkonzept schon an Inselzauber: Frau geht auf Insel, schließt mit einer anderen Frau Freundschaft, verliebt sich, es gibt Probleme. Mich persönliche störte dies gar nicht, denn der Weg ist das Ziel. Die Autorin hat die Handlung sehr schön aufgearbeitet, verändert und den Figuren Leben eingehaucht. Auch wenn das Grundkonzept ähnlich erscheinen mag, wird hier eine völlig neue Geschichte erzählt und ich hatte nicht das Gefühl, einen Abklatsch zu lesen.

Cover/Buchgestaltung
 

Das Buch macht richtig Sommerlaune - ich mag das Cover sehr. Da bekommt man gleich Urlaubsfeeling. Schön finde ich auch, wie die Mühle aus der Handlung im Cover eingebunden wurde.
Anm.: Mein Buch fiel beim Lesen aus dem 'Rahmen', doch der Knaur Verlag ist so lieb und sendet mir das nun nur noch aus losen Seiten bestehende Buch erneut zu. Tausend Dank dafür!


Gut zu wissen

Mehr von der Insel:
* Inselzauber
* Inselsommer


Für Fans von

- "Geheime Liebe auf Sylt" von Gabriele Diechler  
- "Alles Liebe oder watt?: Ein Sylt-Roman" von Marie Matisek 


Fazit
Gabriella Engelmann schafft durch ihren flüssigen Schreibstil eine authentische Geschichte, die niemals langweilig wird. Gerade die poetischen Liebesbriefe sind eine wunderbare Zugabe, die dem Buch noch mehr Leben einhauchen und den Leser ins schwärmen bringen. Jede Seite bringt einen mehr in Urlaubsstimmung, in jedem Satz kann man den Nordseewind spüren.

Bewertung 4/5



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