Donnerstag, 10. Juli 2014

[Rezension] Weil ich Will liebe


Weil ich Will liebe

 

Autor: Colleen Hoover
Preis: 9,95 € (Taschenbuch)
eBook: 8,99 €
Seitenzahl: 368
Verlag: dtv
Mehr Infos: hier







Inhalt
Will und Layken haben endlich zueinander gefunden. Doch was passiert nach dem großen Happy Ending von "Weil ich layken liebe"? Wie geht es mit dem Paar weiter?
Layken steckt bis zum Hals im Unistress und auch Will studiert weiterhin. Im Hörsaal trifft er auf Vaughn, seine alte Liebe. Um Layken nicht zu verunsichern, hält er dies geheim. Ein fataler Fehler, der Will alles kosten kann.


Wie hat's mir gefallen

Eigentlich wollte ich meine Rezension mit dem Satz beginnen: Was war denn das?!? Doch die zweite Häflte des Buches hat mich soweit versöhnt, dass ich mit viel Augen zudrücken 2,5 Punkte geben kann und meine Rezension anders beginne:

Will und Layken dürfen nun offiziell zusammen sein. Hier hätte die Autorin einen Cut machen sollen, denn Teil eins der Reihe war wunderschön und emotional. Band zwei wird nun aus der Sicht von Will geschildert und ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ein anderer Autor die Geschichte weitergeschrieben hat. Was mir bei Band 1 so gefallen hat, fehlte hier vollends oder wurde abgeändert. Leider wurde die schöne Geschichte nicht weiter fortgeführt und zog sich hier wie ein alter Kaugummi.

Die Handlung lässt sich in einem Satz erklären: Wills Exfreundin sorgt für Trouble, Layken zieht falsche Schlüsse und das Liebeschoas ist perfekt. Eigentlich klingt das ganz gut, aber dieses Mal harpert es an allen Ecken und Kanten mit der Umsetzung.

Das größte Manko waren für mich die Charaktere. Will, der jegliche Männlichkeit verloren hat, beschäftigt sich nebenberuflich mit der Frage, warum alle Nachbarn und Freunde nicht klingeln, sondern direkt das Haus betreten. Hauptberuflich geht es darum, wann Will endlich die Hüllen fallen lässt. Ich bin geschockt. Ging es im ersten Band noch um echte Emotionen, Tiefe und Liebe, geht es hier ums stoische Stunden zählen bis zum ersten Sex. Herje, dabei hatte ich solch hohe Erwartungen an Wills Innenwelt.
Auch Layken hat sich gewandelt. Sie ist eine dermaßen eifersüchtige Freundin geworden, das man sich fragt, was in dem Jahr passiert ist. Sie reagiert wegen einer Nichtigkeit über und handelt derart kopflos, das ich mich frage, was die Autorin damit bezwecken wollte. Entweder ich habe einen echten Konflikt (wie z.b. echtes Fremdgehen) oder eben nicht. Hier scheint es, als wollte die Autorin auf Teufel komm raus einen Konflikt erschaffen ohne Will im schlechten Licht dastehen zu lassen. Das endete aber darin, dass man so genervt von Laykens unbegründetem Handeln ist, dass man die Lust am lesen verliert.

Kleiner Minuspunkt sind für mich dieses Mal die Slam Poetry Texte, die ich letztes Mal so sehr mochte. Sie scheinen keinerlei Poesie oder Rhythmus mehr zu haben, sondern sind unmelodische Gesprächszeilen einfach als Slam Poetry Text betitelt. Das hätte man deutlich schöner und lyrischer lösen können. Schade.

Gegen Ende wurde das Buch dann doch noch spannender und besser, leider nicht mehr so ergreifend und bewegend wie man es aus dem ersten Teil der Slammed-Reihe kannte.
Alles in allem ist es war kein schlechtes Buch, doch im Vergleich zu Teil eins ist es schlichtweg nicht lesenswert. Fans der Reihe sind zurecht enttäuscht. Ich hoffe inniglich, dass es nicht noch eine Fortsetzung geben wird.

Vielleicht können mir diejenigen, die das Buch schon gelesen haben, bei einer kurzen Vertsändnisfrage helfen: So ganz eröffnet sich mir das amerikanische Universitätssystem nicht, denn wieso studiert Will nach seinem Exmanen weiter im BA/MA-System und wieso zum Geier haben sie nur zwei bis drei Tage die Woche Uni?


Cover/Buchgestaltung

Auch das Cover vom zweiten Buch gefällt mir dieses nicht. Auch wenn das türkis schön aussieht und auf den Protagonistenwechsel hinweist, gefällt es mir leider gar nicht. 

Gut zu wissen
1. Weil ich Layken liebe
2. Weil ich Will liebe

Für Fans von
* Kirschroter Sommer
von Carina Bartsch

* Sternschnuppenträume von Julie Leuze

 
Fazit

Nicht immer ist eine Fortsetzung notwendig - diese gehört dazu. Die Probleme zwischen WIll und Layken scheinen derart gestelzt, dass man sich fragt, wieso die Autorin mit dem Happy Ending von Band 1 nicht zufrieden war. Zudem haben die meisten Charaktere eine unvorteilhafte Kehrtwendung vollzogen. Nicht mal die Slam Poerty Texte konnten mich begeistern.

Bewertung 2/5


Kommentare:

  1. Hallöchen!
    Oh was!? !? !? Ich glaube ich brauche noch mehr Fragezeichen und Ausrufezeichen..
    Ich muss sagen, ich habe den zweiten Band geliebt und verschlungen! Ich fand den zweiten noch viel besser als den ersten Teil und so unheimlich emotional.. ich war einfach wirklich total begeistert. Mir ist es sehr schwer gefallen, das alles in meiner Rezension in Worte zu fassen .. :D
    Krass wie unterschiedlich die Meinungen manchmal sind :)

    Liebst, Lotta

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    1. Oh, das freut mich aber, dass es dir gefiel. Hab bisher nur schlechte Meinungen gelesen und ich bin froh, dass es bei anderen Lesern supi ankam

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  2. Ich fand das Buch ebenso grausig wie du. Hoover hätte es lieber bei einem einwandfreien ersten Teil belassen sollen. Am meisten ging mir Layken mit ihrem nervigen Getue auf die Nerven.

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