Freitag, 1. August 2014

[Rezension] Die Entdeckung des Hugo Cabret


Die Entdeckung des Hugo Cabret

 

Autor: Brian Selznick
Preis: 12, 95 (Taschenbuch)
Seitenzahl: 544
Verlag: cbj
Mehr Infos: hier

Leseprobe: <<klick>>







Inhalt
Hugo Cabret, der Junge im Bahnhof, kümmert sich still und heimlich um die Uhren. Er lebt verborgen und einsam - niemand kennt ihn, doch er kennt alle. Eines Tages trifft er auf ein neugieriges Mädchen und dessen Großvater. Alles scheint sich um ein Notizbuch mit geheimen Aufzeichnungen zu drehen. Doch es geht um so viel Mehr.

Wie hat's mir gefallen
Inhaltlich möchte ich gar nicht mehr zu viel verraten, denn trotz der 544 Seiten ist das Buch sehr kurz (mehr dazu später). Doch trotz allem erzählt das Buch mehr als nur eine Geschichte.
Einerseits geht es um den kleinen Jungen Hugo Cabret, der gar nicht mehr so jung scheint. Er lebt allein und kümmert sich sorgfältig um die Instandhaltung der Uhren im Bahnhof.
Doch zugleich geht es auch um ein kleines Mädchen und ihren Großvater, der einen Spielwarenstand im Bahnhof hat. Schnell versteht sich Hugo mit dem kleinen Mädchen, doch mit dem griesgrämigen alten Spielwarenhändler wird Hugo nur Stück für Stück warm. Welches Geheimnis hütet der Alte?
Und dann geht es noch um den Automaten. Der kaputte Automat, der reapriert werden muss, enthält eine geheime Botschaft, die man nur gemeinsam entschlüssel kann.

Stück für Stück greifen die drei Geschichten immer mehr ineinander wie die Zahnräder in einer Uhr. Schlielich versteht man immer mehr die Zusammenhänge dieser wunderbaren Geschichte und man geht auf Entdeckungsreise mit Hugo Cabret. Ich bin ganz fasziniert von der Geschichte und den vielfältigen Charakteren. Ganz besonders mochte ich neben Hugo Georges Méliès, den es übrigens wirklich gab. Er ist vielschichtig und trotz seiner anfänglichen griesgrämigen Art ein wunderbarer Mensch mit einer bezaubernden Vergangenheit. Doch manchmal holt einen die Vergangenheit schneller ein, als es einem lieb ist.

Der Schreibstil ist durch und durch wunderbar. Gerade weil auf vielen Seiten nicht viel Text steht, bekommen die Worte auf den Seiten dadurch noch mehr Aufmerksamkeit. Diese kleinen Abschnitte des Buches sind oft so ausdrucksstark und tiefgehend, das ich gar nicht so schnell lesen konnte, wie ich wollte. Der Autor schafft es ganz geschickt Spannung udn Neugier auf zu bauen. Was hat es mit dem Automaten auf sich? Welche Nachricht verbrigt er? Wieso lebt Hugo Cabret versteckt in einem Bahnhof? Wer ist das kleine freche Mädchen? Wieso will Hugo Cabret nicht über das Notizbüchlein reden? All diese Fragen haben mich davon abgehalten, das Buch auch nur für eine Sekunde aus der Hand zu legen.

Ein besonderes Augenmerk sollte man unbedingt auf die Machart des Buches legen, denn nicht nur Worte bezaubern den Lesern, sondern zahlreiche Illustrationen, die eine ganz eigene Athmosphäre schaffen. Die Bilder engen den Leser nicht in seiner eigenen Vorstellungskraft ein, sondern schüren seine Fantasie und geben Anregungen. Auch Szenenbilder aus alten Filmen lassen den Leser noch tiefer in die Welt von Hugo Cabret eintauchen. Alles wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet und ausgesucht. Ich habe mich verloren in den Zeichnungen und würde euch auch raten, sie nicht einfach zu überblättern, sondenr stattdessen genau zu studieren. Manchmal bedarf es keiner Worte, machmal reicht ein Bild. Und in diesem Buch gibt es wahnsinnig viele Bilder.
Alles in allem ist "Die Entdeckung des Hugo Cabret" ein bezauberndes und bewegendes Buch was keinesfalls nur für Kinder geschaffen wurde. Auch Erwachsene verlieren sich in der Geschichte, in den Worten und in den zahlreichen Illustrationen. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen!


Cover/Buchgestaltung

Das Cover fällt definitiv auf, denn es ist bunt und schrill - passt aber so gar nicht zum ersten Eindruck des Buches. Im Nachhinein habe ich es Mal wieder verstaden, hätte mir dennoch ein eher schlichteres Cover gewünscht.

Gut zu wissen
Es handelt sich hierbei um eine illustrierte Ausgabe. 2011 wurde das Buch u.A. mit Ben Kingsley und Jude Law verfilmt.

Für Fans von
* Wo die wilden kerle wohnen von Maurice Sendak
* Tintenherz von Cornelia Funke

Fazit

Hugo Cabret erzählt die bezaubernde Geschichte von einem Jungen, seinem Talent zum reparieren und von der Liebe zum Film. Zusammen mit weiteren einmaligen Charakteren begibt sich Hugo auf die Entdeckungsreise der Vergangenheit und löst so manche Mysterien. Gerade die Illustrationen rund um den Inhalt machen das Buch zu einem einmaligen Erlebnis.

Bewertung 5/5



Kommentare:

  1. Huhu,
    ich hab den Film gesehen und den fand ich wirklich wunderschön.
    Vielleicht werde ich auch irgendwann das Buch lesen. :)

    LG, Nina

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    1. Und mir geht es genau andersrum. Ich muss gaaaanz dringend den Film sehen ;)

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  2. Huhu,

    Irgendwie kommt mir die Geschichte bekannt vor. Gelesen? Nein. und den Film hab ich bestimmt auch nicht gesehen. Wieso kommt mir das dann so bekannt vor x.x
    Weißt Du zufällig, ob es da ähnliche Geschichten/Filme gibt?

    Liebe Grüße,
    Tascha

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    1. Mhm ist mir nicht bekannt, ist aber möglich

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