Freitag, 10. April 2015

[Rezension] Das Jahr, in dem ich dich traf


Das Jahr, in dem ich dich traf

 

Autor: Cecelia Ahern
Preis: 14,99 € (Paperback)
eBook: 12,99 €
Seitenzahl: 320
Verlag: Fischer Krüger
Weitere Infos: Hier
Leseprobe: <<Klick>> 








Inhalt
Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe.
Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr, das alles verändert.                                   Quelle

Wie hat's mir gefallen
Ich liebes jedes Buch
von Cecelia Ahern. Ich liebe ihren Schreibstil, ihren Witz, ihre Charaktere und ihre wundervollen Ideen. Deswegen kann ich mich nur eins fragen: Was ist hier passiert? Den Inhalt das Buches kann ich in drei Worten zusammenfassen: Arbeitslose observiert Säufer. Wer mehr Handlung sucht, wird viel Geduld und eine Lupe benötigen.

Einige Leser werden den Schreibstil sicher als tiefgängig bezeichnen, da ihr Garten, die Blumen und die Jahreszeiten symbolisch für das Leben von Jasmine stehen. Jasmine. Liebe Frau Ahern, heutzutage lesen Leser gerne zwischen den Zeilen. Man muss es nicht mit jedem Satz übertreiben. Gerade diese Keule an Symbolen und Metaphern hat es geschafft, dass ich absichtlich nicht darüber nachdenken wollte, was mir die Autorin vermitteln will. Weil es genervt hat, so doof behandelt zu werden.

Ein Lichtblick sind die Wandlungen der Charaktere. Auch wenn ich nicht immer mit Matt, dem Nachbarn oder Jasmine, der Protagonistin klar kam, so finde ich deren Veränderung im Laufe der Handlung doch gut gelungen und realitätsnah. Jasmine war manchmal zum kotzen und auch das ist okay. Gerade weil die Figuren alles andere als perfekt sind, wirken sie so real und sympathisch. Am besten hat mir allerdings Jasmines besondere Schwester gefallen, die nicht nur ein herzensguter Mensch ist, sondern immer wieder Sonne in den düsteren Garten von Jasmine brachte (ja, genauso lesen sich ihre Gartenmetaphern, liebe Frau Ahern). Heather schaffte es, dass ich von der flachen Story mal absehen konnte und mit den Szenen, in denen die liebe Schwester auftauchte, viel Freude hatte. 


Was mir am meisten fehlte, war vermutlich die Lovestory, denn gerade das macht doch die Ahern Bücher aus. Erst dachte ich, sie bandelt mit dem Nachbarn an. Was mir zu wider war. Dann kam ein neuer Mann ins Spiel und ich war hoffnungsvoll - zwei ganze Seiten hatte ich Spaß beim Lesen und langweilte mich nicht. Doch dann erlosch diese Flamme sofort wieder. Doch als mir der Nachbar langsam sympathisch wurde, enttäuschte mich die Protagonistin mit einem One-Night-Stand und es kam zu einem unnachvollziehbaren Ende. Man hatte als Leser keine Chance sich über die Liebesbeziehung zu freuen, denn alles was passierte, strotzte vor Willkür und man fragte sich, was sich Cecelia Ahern mit dem Buch Gedacht hat.

Alles in allem kann ich keine Leseempfehlung aussprechen. Man ist einfach viel besseres von der Autorin gewöhnt und meine Erwartungen waren zu hoch. Wäre das Buch von einer anderen Autorin verfasst wurden, hätte ich es sicher nach der Hälfte abgebrochen.



Cover/Buchgestaltung
Das Buch ist - nicht wie auf der Verlagsseite beschrieben - im Hardcoverformat, sondern broschiert. Dies finde ich sehr schade, denn es passt optisch gar nicht zu den anderen Büchern. 
 
Für Fans von

Normalerweise würde ich hier andere Bücher von Cecelia Ahern auflisten, kann es aber nicht. Ich liebe all ihre Romane, aber dieser scheint, als hätte sie ihn im Fieberdelirium geschrieben und passt zu keinem ihrer anderen Romane. Zum Glück. 
  
Fazit

Ich habe selten so wenig Inhalt auf so vielen Seiten gelesen. Wer die Autorin liebt, sollte Abstand von dem Buch nehmen, denn weder die Charaktere, noch der übtrieben metaphernbehaftete Schreibtil noch das unrealistische Ende haben mich überzeugt. Einzig die Wandlungen der Charaktere und die lebensfrohe Schwester der Protagonistin konnten mich überzeugen, das Buch nicht abzubrechen.
 
Bewertung 2/5 Punkte

Kommentare:

  1. Ohweiha... das Buch war wohl definitiv nicht dein Fall. :D Sehe aber gerade, dass du das neue Buch von Libba Bray liest, da bin ich echt schon auf deine Rezension gespannt!

    Liebste Grüße! <3

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  2. Hey,
    das tut mir leid für dich :(
    Das Cover steht repräsentativ für den Inhalt :D, weil es gar nicht zu ihren anderen Romanen passt und ich finde es echt hässlich...
    lg. Tine :)

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  3. Schade, ich habe schon oft gehört, dass dies eins ihrer schlechteren Bücher ist!!!

    Ich werde deinem Blog jetzt folgen, denn er gefällt mir echt gut. :D
    Ich würde mich auch über einen Gegenbesuch sehr freuen.

    Liebe Grüße
    Jessi
    http://jessireneleseratten.blogspot.de/

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    1. Uhh cool. Da schau ich gleich mal bei dir vorbei (war leider bisher im Urlaub)

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