Montag, 27. April 2015

[Rezension] Sehen wir uns morgen?


Sehen wir uns morgen?


 

Autor: Alice Kuipers
Preis: 7,95 € (Taschenbuch)
Seitenzahl: 240
Verlag: Fischer
Weitere Infos: hier
Leseprobe: <<klick>>







Inhalt

Claire und ihre Mutter haben eine verdrehte Mutter-Tochterbeziehung: Während ihre Mutter viel Zeit auf der Arbeit verbringt und ihre Tochter ständig verpasst, geht Claire einkaufen, putzt und ist trotz allem ab und an eine ganz normale rebbellierende Teenagerin, die sich verliebt. Doch statt zu reden unterhalten sich die beiden via Zettel auf der Kühlschranktür.
Ein schwerer Schicksalsschlag zeigt: nicht immer ist es leicht Dinge auszusprechen und manchmal hilft das Aufschreiben mit dem Bewältigen der Situation.


Wie hat's mir gefallen
Die Rezension wird eher kurz ausfallen, denn das Buch ist auch eher kurz (Siehe "Gut zu wissen"). Claires Mutter ist durch ihren Arztberuf und das Schichsystem vollkommen ausgelastet. Dauernd verpasst sie ihre Tochter, vergisst Termine und scheint nie up-to-date zu sein, was ihre Tochter angeht. Aber auch wenn Claire putzt, kocht und einkauft ist sie nicht perfekt, denn sie scheint (zu Anfang) keinerlei Verständnis für die schwierige Situation ihrer Mutter zu haben. Stück für Stück spitzt sich die Handlung zu, die in einem emotionalen Knall endet und den Leser ganz zerrüttet (positiv gesehen) zurück lässt.

Ich liebe Briefromane und mag es, wenn es gar keine Erklärungen "dazwischen" gibt. Das mit den Kühlschrankzetteln war mal eine neue und andersartige Idee, die mir gut gefiel. Gerade weil sie alltägliche Dinge mit derart wichtigen Infos gemit sind, wirkt der Roman so real. Eben so real wirken auch die Charaktere, denn weder Mutter noch Tochter sind perfekt. Das gefiel mir wirklich super. 


Positiv erstaunt war ich über den Schreibstil und das Gesamtpakt. Oft sind die Seiten kaum beschrieben und doch baut man sehr schnell eine Emotionale Bindung zu den beiden Protagonisten auf. Man ist gefangen in der Handlung und die gerade prägnanten Worte fassen es stichhaltig und treffend zusammen. Die Autorin braucht keine langen Reden um den Leser direkt im Herzen zu berühren und das war wirklich durch und durch sympathisch. Bitte mehr davon! (Anm.: Eigentlich mag ich zu kurze Romane nicht. Aber hier stimmt wirklich alles. Gebt dem Roman eine Chance!)
 

Letztendlich musste ich dann doch einen Punkt abziehen, weil mir die Kühlschrankzeichnungen doch etwas auf den Welcher gingen. Okay, es sollte einheitlich wirken und passte anfangs noch zu der Story, ärgerte mich dann doch zusehends, da ich mich fragte: In welchem Zusammenhang soll der KühlschrankINHALT zur Story stehen?
Schade, ansonsten ist es ein rundrum gelungenes, wenn auch sehr kurzes Buch.


Cover/Buchgestaltung
 
Ich selbst habe die wunderschöne Hardcoverversion, die es derzeit nur gebraucht zu kaufen gibt. Dieses war illustriert, wunderschön gebunden und auch sehr schön eingebunden.

Gut zu wissen

Es handelt sich hierbei um eine besondere Art des Briefromans. Sämtliche Gespräche werden via Kühlschranknotizzettel abgehandelt, weswegen man das Buch auch in weniger als 2 Stunden gelesen hat. Ich mochte es sehr. Ein bisschen unnütz fand ich die Zeichnungen des Kühlschrankes jedes mal auf der linken Seite. Anfangs war es ganz nett zu sehen, was so darin ist, aber es trägt wenig zur Handlung bei und fungiert somit eher als Seitenauffüller. 

Für Fans von 
* "Ich schreib dir morgen wieder" von Cecelia Ahern

Fazit

Wer es kurz und bündig mag, sollte hier zuschlagen, denn Alice Kuipers braucht nicht viele Worte um sich in die Herzen des Lesers zu schleichen. Nur Kühlschraknachrichten mögen dem einen zu kurz sein, sind aber für den anderen eine wahre Wonne.
Gerade das Ende hat mich berührt und ich möchte den Roman allen Briefromanfreunden ans Herz legen.


Bewertung 4/5




Kommentare:

  1. Das Buch hab ich vor einigen Jahren mal gelesen. Es hat mir damals ganz gut gefallen.
    lg Sonja

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  2. Ich war enttäuscht von diesem Buch. Ich hatte es in nicht mal 2 Stunden durch.
    Liebe Grüße
    Martina

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