Sonntag, 10. Januar 2016

[Rezension] Momo von Michael Ende


Momo


 

Autor: Michal Ende
Preis: 19,99 € (Jubiläumsausgabe Hardcover)
Taschenbuch: 9,99 €
Seitenzahl: 288
Verlag: Thienemann
Weitere Infos: Hier











Inhalt
Niemand weiß, wo sie hergekommen ist, doch wer ihr begegnet, erliegt ihrem Zauber: Momo, das kleine, struppige Mädchen, das eines Tages im alten Amphitheater am Rande der Großstadt auftaucht, verfügt über eine Gabe, die in der Hektik unseres Lebens immer mehr verloren geht: Sie hört Menschen zu und schenkt ihnen Zeit. Doch Poesie und Herzenswärme, die Momo in den Alltag ihrer Freunde trägt, geraten in Gefahr, als das graue Heer der Zeitdiebe einrückt, um die kostbare Zeit der Menschen zu stehlen. Ehe alle Zeit unrettbar verloren ist, muss Momo den Kampf mit der Übermacht aufnehmen. Ihr Weg führt sie an einen rätselhaften Ort, der mit gewöhnlichen Augen nicht zu sehen ist, und enthüllt ihr ein uraltes Geheimnis: Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. Quelle

Wie hat's mir gefallen
Jeder hat sicher schon einmal von Momo gehört, es gelesen oder eine Verfilmung dazu gesehen. Ich nicht. Ich wusste weder worum es ging, noch in welchem exakten Genre sich das Buch aufhält. Ich wusste aber eins: Ich liebe Michael Ende und dessen Schreibstil, also machte ich mich erneut auf in eine literarische Reise voller Magie und Leben. Momo ist ganz besonders. Ohne Eltern lebt sie in dem alten Amphitheater und ist doch nie alleine. Ihre besondere Gabe des Zuhörens macht es ihr besonders einfach, stets Freunde zu finden. So trifft sie auf Beppo Straßenkehrer und Gigi Fremdenführer, zwei unterschiedliche und zugleich herzensgute Menschen. Jemand der keine Zeit hat, mag Beppo für einfältig und Gigi für einen Lügner halten. Doch Momo hat Zeit und lernt die Menschen auf eine Weise kennen, welche die meisten Mitmenschen unserer Zeit vergessen haben.

"Momo" ist sicher mehr als nur ein phantastisches Märchen. Es gibt sowohl jungen als auch erwachsenen Lesern die Chance über das eigene Leben und Handeln nachzudenken. Es geht um Glück und Freundschaft, aber vor allem geht es um Zeit und Zeit verlieren. Geschickt setzt Michael Ende die Zeitdiebe der Zeitsparkasse ein um dem Leser zu verdeutlichen, wie sehr Mitglieder der modernen Gesellschaft ihre Zeit vergeuden und vermeintlich sparen. Die Bildsprache des Autors ist hierbei grandios. Ich liebe dabei die mürrische, aber fürsorgliche Schildkröte genauso wie die schmuddelige Momo und bin ebenso dankbar für die gruseligen und grausamen Zeitdiebe, die stets ihrer Umwelt rauchend und mit Lügen begegnen.

Grandios ist auch der Schreibstil, denn man verweilt oft lange zwischen den Zeilen. Selten habe ich vergnüglich so lange für 288 Seiten gebraucht, denn "Momo" ist kein Werk zum schnell mal nebenbei lesen. Jeder Satz möchte vollends ausgekostet werden. Jedes Kapitel möchte im Geiste nachbesprochen werden. Und so macht es unglaublich Spaß dieses Buch mit wachen Augen und wachem Geist zu begegnen. Vielen Dank, Michael Ende.

 
Cover/Buchgestaltung
Das Cover ist unglaublich, denn unter der dunklen schwarzen Hülle ist ein weißes Buchcover mit bunten Aufdrucken. Allerdings habe ich mir von den Zeichnungen in dem Buch etwas Mehr erhofft. Die Bilder sind zwar schön, aber doch stark stilisiert.
 
Für Fans von
* "Die unendliche Geschichte"
von Michael Ende
* "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry

Fazit
Das
muss man gelesen haben! "Momo" ist weit mehr als ein Kindermärchen, denn es spricht ebenso Erwachsene an, die gerne über das Leben und die (verbleibende) Zeit philosophieren. Das struppige Mädchen Momo hat mir das Herz erwärmt und viele schöne Lesestunden beschert.

Bewertung 5/5


Kommentare:

  1. Guten Morgen!

    Ich hab das Buch ja letztes endlich mal wieder gere-readet (was für ein Wort! *lach* ) und ich fands auch wunderschön, wieder mal in diese Geschichte einzutauchen. Die muss man wirklich mal gelesen haben ♥

    Tolle Rezi!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Danke dir. Es ist aber auch ein tolles und lesenswertes Buch

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