Donnerstag, 14. April 2016

[Interviewrezension] mit Nicoles Bibliothek zu Infernale (1)


Infernale (1)



 

Autor: Sophie Jordan
Preis: 17,95 €(Hardcover)
eBook: 13,99 €
Seitenzahl: 384
Verlag: Loewe Verlag
Weitere Infos: Hier
Leseprobe: <<klick>>








Inhalt
Der erste Band der neuen Jugendbuch-Reihe von Firelight-Autorin Sophie Jordan konfrontiert Leser mit der Frage, inwiefern unsere DNA unser Schicksal bestimmt. Der Auftakt zu einer spannenden Reihe überzeugt mit packender Action, gefühlvoller Romantik und der schwierigen Suche nach der eigenen Identität.

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet.
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand.
Niemand sagte: Das geht nicht.
Niemand sagte: Mörderin. 

 
Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?


Heute gibt es eine besondere Art von Rezension, denn Nicole von Nicoles Bibliothek und ich haben das Buch gemeinsam gelesen und uns nun gegenseitig interviewt.

 
Haben sich deine Erwartungen an das Buch erfüllt?

Nicole: Ich habe im Vorfeld viel Gutes über „Infernale“ gehört. Ich mag Dystopien, deshalb habe ich bei diesem Buch zugegriffen. Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt – und sogar übertroffen. Die Geschichte glänzt durch eine dunkle, bedrückende Atmosphäre. Davys Ängste waren für mich richtig spürbar. Die Entwicklung der Story hat mir gut gefallen, Davys persönliche Entwicklung konnte mich überzeugen. Auch die Liebesgeschichte kam am Ende langsam in die Gänge. An physischer und psychischer Gewalt wurde nicht gespart. Ich mag das, wenn es zum Thema passt. Bei „Infernale“ passt es definitiv und unterstreicht die düstere Stimmung des Buches.

Was hat dir an den beiden Protagonisten gefallen oder hat dich gar etwas gestört?
 

Nicole: Davy ist anfangs das typische Rich Girl aus gutem Hause. Sie hat alles, was sie sich wünscht und nimmt es als selbstverständlich an. Sie ist ein echtes Wunderkind, ein musikalisches Genie. Ihre Perfektion war schon fast ätzend. Als bei Davy HTS nachgewiesen wird und ihre Welt zusammenbricht, kommt sie nur schwer damit zurecht. Sie muss ihre innere Stärke erst entdecken und es dauert lange, bis sie begreift, wie ihr Leben von nun an verläuft. Je mehr die Träger erleiden müssen, umso stärker wird sie. Sie ist ein starker Charakter mit einem festen Ziel vor Augen. Ich mochte sie sehr und konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Sean ist geheimnisvoll, respekteinflößend und unnahbar. Kein Wunder, dass ich mehr über ihn erfahren wollte und mir gewünscht habe, dass er und Davy sich annähern. Ich finde es gut, dass seine Vergangenheit nicht komplett aufgerollt wurde und etwas von seiner geheimnisvollen Aura bestehen bleibt. Er ist eine Art heldenhafter Bad Boy – harte Schale, weicher Kern.

 
Beschreibe sie anschließend mit drei Adjektiven!
 

Nicole: Davy:  talentiert, naiv, hoffnungsvoll
Sean: geheimnisvoll, attraktiv, angsteinflößend


Wie hat dir der Schreibstil gefallen?

Nicole:  Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Das Buch liest sich sehr schnell. Die Geschichte wird komplett aus Davys Perspektive erzählt, der Leser ist ganz nah dran an ihren Gedanken und Gefühlen. An manchen Stellen war mir der Stil sogar etwas zu einfach.
Am Ende eines jeden Kapitels gibt es kurze Interviewprotokolle, Zeitungsartikel oder Auszüge aus Korrespondenzen, die Machtergreifung der Wrainwrightbehöre dokumentieren oder Dinge erklären, die im Buch nur angeschnitten werden und von denen Davy keine Ahnung hat. Der Leser ist ihr somit immer einen Schritt voraus.


Wie wird die Geschichte deiner Meinung nach weitergehen?
 

Nicole: Ich könnte mir gut vorstellen, dass es in Band 2 zu einem Aufstand kommt, bei dem sich die HTS-Träger gegen die Wainwright-Behöre aufbäumen und sie bekämpfen. Außerdem hoffe ich auf eine überraschende Auflösung, mit der niemand rechnet. Nach dem Motto: es gibt gar kein HTS.

Was steckt wohl hinter dem Mördergen?
 

Nicole: So richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass allein die Gene dafür verantwortlich sein sollen, jemanden zum Mörder zu machen. Ich wittere eine Verschwörung, die als HTS getarnt wurde, um einflussreiche Menschen aus dem Weg zu schaffen und einzelnen Personen an die Macht zu verhelfen. Ich bin gespannt auf die Auflösung.

Was erwartest du von Band 2?

Nicole: Ich erwarte eine rasante Entwicklung der Geschehnisse. Einen Kampf, der über das Schicksal aller HTS-Träger entscheidet und in dem Davy eine entscheidende Rolle spielt. Ich bin gespannt, wozu die „begabten“ HTS-Träger ausgebildet werden sollten und hoffe, dass sich auch die Romanze zwischen Davy und Sean noch weiterentwickelt. Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass Davys Bruder Mitchell noch eine Rolle spielen wird.

Was hat dir an der Geschichte nicht gefallen und warum?

Nicole: Ab der Mitte des Buches hat mich die Entwicklung etwas zu sehr an die „Shatter Me-“Reihe und „Die 5 .Welle“ erinnert. Besondere Fähigkeiten sollen entwickelt werden, es gibt eine harte Kampfausbildung zu einem noch unbekannten Zweck … das ist alles nichts Neues. Das Ende ging mir auch zu glatt über die Bühne. Ich konnte gar nicht glauben, wie einfach Davy und Sean ihr Ziel erreichen. Davon war ich schon etwas enttäuscht.

Wie lautet dein Fazit zum Buch?

Nicole: „Infernale“ ist der grandiose erste Band eine dystopischen Dilogie, die sich mit der Frage nach dem Einfluss der Gene auf unser Gewaltpotenzial beschäftigt. Die bedrückende, düstere Atmosphäre des Buches hat mich ab der ersten Seite gefangen genommen und nicht mehr losgelassen. Der einfache Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen, während geschickt eingestreute Hintergrundinformationen das erschreckende Ausmaß der Geschehnisse in den USA verdeutlichen.

Nicole vergibt 4/5 Sterne




 



 


Wem würdest du das Buch empfehlen? 
Nicole: Wer Dystopien mit einer starken Heldin mag, sollte bei „Infernale“ unbedingt zugreifen. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, deswegen werden auch Thrillerfans auf ihre Kosten kommen.

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    das ist ja mal ne richtig coole Idee für eine Rezension :) Das könnt ihr echt öfters machen! Dickes Lob *smile*
    (Das Buch fand ich übrigens auch gut - so ganz nebenbei)

    LG
    Sonja

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