Sonntag, 24. April 2016

[Rezension] Darkmere Summer


Darkmere Summer


 

Autor: Helen Maslin
Hardcover: 19,99€
eBook: 13,99 €
Seitenzahl: 400
Verlag: Chicken House
Weitere Infos: Hier









Inhalt
Ein Partysommer mit seinen Freunden auf einem einsamen Schloss am Meer - wer würde da nicht dahinschmelzen? Doch nicht lange und sie Stimmung kippt. Kate ist der Neuling in Leos Clique und interessiert sich mehr und mehr für das Schloss und dessen düstere Vergangenheit, als für Leo und dessen Ablenkungsversuche.
Ist das Schloss wirklich verflucht? Was geschah mit Elinor, dem Mädchen, dass 1825 ungewollt nach Darkmere kam?


Wie hat's mir gefallen
Alles beginnt mit dem beliebten Leo, der ein düsteres Schloss erbt und dort den Sommer verbringen möchte. Kate, die sich insgeheim über Leos Aufmerksamkeit freut, weiß gar nicht wie ihr geschieht als sie die Einladung bekommt mit ihm und seiner Clique den Sommer in der Abgeschiedenheit am Meer zu verbringen. Doch nach und nach entpuppt sich der Trip zu einem Mix aus ausschweifenden Partys und Horrorszenarien im verfluchten Schloss.

Doch das Buch schildert neben Kates Geschichte aus der Gegenwart auch noch die tragischen und viel verschlungeneren Erlebnisse von Elinor, die im Schatten ihrer hübschen Schwester Anna aufwuchs. Gerade diese Szenen aus der Vergangenheit, die mich als Jane Austen - Fan aufhorchen ließen, sprachen mich sofort an. Ging es in der Gegenwart nur im Partymachen, Jungs und Drogenkonsum, so steckt in der Vergangenheit eine vertrackte Handlung mit melancholischer Stimmung. Elinor muss nach einem tragischen Unfall reich heiraten und fühlt sich zuerst Wohl in der Gesellschaft des mysteriösen St Cloud, doch bald wird sie ihr blaues Wunder erleben. Ein düsteres und schreckliches Erlebnis folgt das andere und es könnte nicht schlimmer für das junge Mädchen kommen.
Ich habe diese Szenen geliebt. Vor allem mochte ich die Cliffhanger, die immer den Zeitenwechsel ankündigten und den Leser somit noch mehr an das Jugendbuch fesselten.

Ich mag den Schreibstil, der jugendlich, leicht zu lesen und fast unscheinbar ist. Auch die Szenen in der Vergangenheit waren niemals hochtrabend und gewährleisteten immer einen angenehmen Lesefluss. Gerade die düsteren Szenen um das verwunschene Schloss ließen mir einige Male das Blut in den Adern gefrieren. Ich habe mich wirklich gefürchtet, mit Kate gebangt, um Elinor geweint und war erschrocken, welche Geheimnisse noch in dem Keller lauern.

Wer auf einen Mix aus High School Roman und "Crimson Peak" steht und sich auch gerne Mal gruseln will, sollte bei diesem Jugendbuch mit historischen Elementen und Jugendthrillerzügen zugreifen. Ich hatte viel Spaß mit dem Buch, obwohl mir einige Szenen in der Gegenwart doch etwas zu platt und partymäßig waren. Doch das Ende hat viel wieder ausgemerzt. Bitte mehr von solchen Büchern!

Cover/Buchgestaltung
Obwohl mir das Cover anfangs gefiel und ich den "Kellereingang" sehr gruselig fand, so finde ich das Mädchen absolut unpassend zu der Geschichte. Es passt so recht zu keiner der beiden Protagonistinnen aus den verschiedenen Zeitebenen. Dennoch ist das Cover sehr hochwertig gebunden und fasst sich wunderschön an!

Für Fans von
* "Saeculum"
von Ursula Poznanski
* "Die Eisfestung" von Jonathan Stroud

Fazit
Diese Schauergeschichte ist ein gelungener Mix aus unterhaltendem Jugendbuch und gruseligen Szenen aus der Vergangenheit. Gerade die vielen Geheimnisse geben dem Lesevergnügen genau die richtige düstere Stimmung und fesseln den Leser an das Buch. 

Bewertung 4/5

 

Kommentare:

  1. Guten Morgen Ingrid!

    Ich bin auf das Buch ja schon sehr gespannt und nach deiner Rezi freu ich mich schon sehr drauf! Saeculum und Die Eisfestung hab ich beide gelesen und haben mir auch gut gefallen.
    Ich grusele mich ja nicht leicht und hoffe, dass das bei dem Buch mal der Fall sein wird :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. ;) Ich befürchte, dann gruselst du dich sicher nicht

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  2. Hallo liebe Ingrid,
    da hast du eine sehr schöne Rezension geschrieben. Ich habe das Buch auch absolut geliebt und das Ende fand ich grandios.
    Mich hat die Gegenwartszenerie nicht so gestört wie dich, aber ich kann es nachvollziehen.

    Alles Liebe
    Sophie

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  3. Hallöchen liebe Ingrid,
    ich habe das Buch ein wenig anders empfunden als du, aber ich mochte es auch ganz gerne. Es war mir nur ein Dorn im Auge, dass die Handlungen in den verschiedenen Zeiten eigentlich nichts miteinander zu tun hatten und ich hätte da gerne mehr Zusammenhang gehabt. Auch die Charaktere waren irgendwie so sprunghaft und das Ende war für mich nicht besonders befriedigend. Die Idee fand ich super, aber die Umsetzung war nicht ganz meins. :/

    Liebst, Lotta

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    1. Oh? ich fand gerade den Zusammenhang (das verwunschene Haus und wie es dann in der Gegenwart entdeckt wird und Stück für Stück die Mysterien immer klarer werden) soo gut
      Die Charaktere der Gegenwart waren wirklich nicht sooo gut, aber dafür waren die Protagonisten der Vergangenheit umso besser

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