Sonntag, 22. Januar 2017

[Rezension] School for Good and Evil (1) Es kann nur eine geben



Es kann nur eine geben

School for Good and Evil (1/3)


Autor: Soman Chainani
Hardcover: 16,99 €
eBook: 14,99 €
Seitenzahl: 512
VerlagRavensburger
Mehr Infos: hier
   


Inhalt
Auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen werden Jugendliche für ihre spätere Karriere in einem Märchen ausgebildet: als Helden und Prinzessinnen oder aber als Schurken und Hexen.
Sophie träumt seit Jahren davon, Prinzessin zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen scheint mit ihrem etwas düsteren Wesen für die entgegengesetzte Laufbahn vorbestimmt. Doch das Schicksal entscheidet anders und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe ...






Wie hat's mir gefallen

Der Einstieg in das Buch fiel mir unglaublich schwer. So schwer, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Vermutlich lag das weniger am Buch, als an meinen Erwartungen an das Buch. Obwohl auf dem Cover recht junge Protagonisten abgebildet sind, habe ich mir das Ganze etwas erwachsener und romantischer vorgestellt, dennoch passte schlussendlich alles gut zusammen und der Grundtenor stimme. 

Sophie und Agatha - zwei ungleiche Freundinnen. Wie man es sich schon denken kann, ist eine der Beiden eher gut und eine der beiden eher böse. Auf den ersten Blick wird schnell deutlich, das gut und böse nichts mit hübsch und schludrig zu tun hat und man merkt von Anfang an, dass das Schwarz-Weiß-Denken des Schulleiters und somit auch die Einteilung der Schüler schier ungerecht und unpassend ist. Man hofft auf eine Kehrtwende, doch wie könnte ein Märchen anders ausgehen, als wir es als Leser gewohnt sind? 

Aber der Hälfte des Buches war ich dann endlich angekommen und gefesselt. Das Gute an dem Buch ist, dass man nie exakt wissen kann, was wohl als nächstes passiert. Agatha und Sophie stecken voller Ideen und Überraschungen und das mochte ich sehr. Das Ende war vielleicht im Großen und Ganzen vorhersehbar, aber die Message fand ich sehr berührend und ich finde es Klasse, dass in einem Märchenbuch die Freundschaft mehr thematisiert wird als die Liebe. Oder ist das vielleicht doch das Gleiche?

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Agatha und Sophie erzählt. Sicherlich sympathisierten die meisten Leser erstmal mit Agatha, dem Underdog. Ich kann es nicht so recht pauschalisieren und muss gestehen, dass beide ihre besonderen Seiten haben und mir beide gefallen haben. Lediglich die sehr junge Ausdrucksweise der wörtlichen Rede hat mich doch oft irritiert. Mir war es zu derb und zu sehr Gossensprache. Es mag zwar zum Alter der Zielgruppe passen, aber in ein Märchenbuch wollte es einfach nicht hineinpassen. Vielleicht ist der Stilbruch beabsichtigt - mir jedenfalls stieß er oft negativ auf und störte mich in meinem Lesefluss. 

Alles in allem konnte mich das Buch in der zweiten Hälfte überzeugen und ich bin sehr gespannt, wie die Reihe wohl weitergehen wird. Vor allem für Jugendliche von 10-15 wird dieses "Märchenbuch", das absolut kein Märchen ist, ein besonderes Leseerlebnis sein. Ältere Lese sollten vorher abwägen, ob sie solch eine junge Geschichte mögen oder lieber gleich die Finger davon lassen.

Cover/Buchgestaltung

Lest das Buch unbedingt als Print. Ich hatte zuerst die eBook-Version und habe mich geärgert, dass die schönen Illustrationen auf dem Kindle nicht so gut wirken. Da musste ganz schnell das Hardcoverbuch her!

Gut zu wissen

1. Es kann nur eine geben
2. Eine Welt ohne Prinzen
3. Und wenn sie nicht gestorben sind


Für Fans von
* "Percy Jackson" von Rick Riordan
* "Alea Aquarius" von Tanya Stewner

Fazit

Die Grundidee des Buches ist wirklich faszinierend, leider konnte mich das Buch erst ab der zweiten Hälfte überzeugen. Dennoch freue ich mich sehr auf die weiteren Bände. Wer junge magische Bücher mag, sollte hier zugreifen.

Bewertung 3,5/5



1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ich habe den ersten Teil auch gelesen und fand ihn gut. Die Idee schon allein ist klasse, allerdings gab es trotzdem einige Kritikpunkte. Der zweite Teil hat leider viele schlechtere leserstimmen bekommen, das ich mir gar nicht mehr sicher bin ob ich die Reihe weiterverfolge.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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