Samstag, 5. August 2017

[Rezension] Sieben Nächte in Tokio

Sieben Nächte in Tokio

Autor: Cecilia Vinesse
Hardcover: 14,95 €
eBook: 12,99 €
Seitenzahl: 304
Verlag: dtv
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Inhalt
Dies ist die Geschichte von Sophia und Jamie und der einen Woche, in der die Zeit stehen zu bleiben schien... Eine Woche noch bleibt Sophia in Tokio, der Stadt, in der sie seit vier Jahren lebte. Dann muss sie zurück in die USA ziehen und all das aufgeben, was ihr wichtig ist: das pulsierende Tokio mit seiner Mischung aus Fremdheit und Vertrautheit, vor allem aber ihre besten Freunde Mika und David. Da kommt Jamie Foster-Collins nach längerer Abwesenheit zurück in die Stadt: Jamie, Sophias heimliche erste Liebe, der ihr damals das Herz gebrochen hat. Auf nichts hat Sophia weniger Lust als darauf, sich den Abschied von Tokio durch Jamies Rückkehr zusätzlich verkomplizieren zu lassen. Doch genau das geschieht: Jamie ist wieder da, und natürlich wirbelt er Sophias ohnehin schon strapaziertes Gefühlsleben noch zusätzlich durcheinander.

Wie hat's mir gefallen
Sophie lebt in Tokio, ist aber keine typische Japanerin. Sie ist mehr eine Ausländerin, die sich dort heimisch fühlt. Genauso wie Sophie fremd und heimisch sich in diesem Land fühlt, ging es mir ebenso mit dem Setting. Obwohl einige Plätze detailliert beschreiben werden, obwohl japanisches Essen gegessen wird und obwohl Karaoke immer wieder eine Rolle spielt, so konnte ich einfach nicht glauben, dass Sophie in Tokio lebt. Es passt nicht und ich fühlte mich in dem Setting absolut nicht zurecht. Alles fühlte sich falsch und gekünstelt an. Besser wird es erst, als Jamie auftaucht.
 
Sicher ist dem Leser von Anfang an klar, dass Jamie und Sophie Gefühle füreinander haben und sich auf kurz oder lang eine Liebesgeschichte daraus entwickeln wird. Der Titel alleine lässt schließen, dass ein tragisches Ende auf die Beiden wartet. Und dennoch durchläuft man all die verschiedenen Emotionen mit den Protagonisten mit. Man hofft und bangt und allein deswegen mochte ich den Roman. Ich habe zwar wenig vom pulsierenden Tokio erlebt, aber dafür eine intensive und lebendige Liebesgeschichte erfahren.
 
Leider hatte das Buch trotz des kurzweiligen und jugendlichen Schreibstils auch seine Längen. Ich hatte das Gefühl, Sophie packt unzählige Seiten ihre Sachen, streift unzählige Seiten durch die Straßen und geht unzählige Seiten Karaoke singen. Diese Szenen waren mir zu langatmig, weswegen ich stellenweise nicht gut vorankam. Doch dann gab es wieder diese prickelnden und vor allem lebendigen Szenen, sodass ich insgesamt zufrieden war. Nur mit kleinen Abstrichen eben.
 
Das Buch thematisiert vor allem Abschied nehmen und dabei die Hoffnung behalten. Das hat mir gut gefallen und auch das Ende war überraschend gut, wenn auch nicht überraschend neuartig. Es passte alles und man blieb nicht enttäuscht zurück, ganz im Gegenteil. Man weiß, dass das Buch hier endet, doch die Geschichte geht noch weiter. Sind das nicht die besten Bücher?
  
Für Fans von
* "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" von Jennifer E. Smith
* "Dylan & Gray" von Katie Kacvinsky

Fazit
Dieses Buch hat Stärken und Schwächen: Das Setting konnte mich nicht überzeugen, wohl aber die intensive Liebesgeschichte. Wären die teils langgezogenen Szenen nicht gewesen, hätte ich mich rundum wohl gefühlt.
  
Bewertung 3,5/5

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